Gss-mintthinkthank

Nachwuchs und Lehre

In ihrem Förderbereich Nachwuchs und Lehre unterstützt die Gips-Schüle-Stiftung vor allem Initiativen, die sich in verschiedener Hinsicht um den MINT-Nachwuchs (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) in Baden-Württemberg verdient machen. Auch engagiert sie sich in den Bereichen ganzheitliches Lernen/Lernen mit Praxisbezug, vergibt Stipendien und schreibt jährlich den insgesamt mit 17.500 Euro dotierten Gips-Schüle-Nachwuchspreis aus.

Im Juli 2017 veranstaltete die Gips-Schüle-Stiftung erstmalig den Gips-Schüle MINT Think Tank. Vierzig Teilnehmer aus Schule, Hochschule, Wirtschaft, Politik und Stiftungswesen arbeiteten in diesem Rahmen interdisziplinär am Thema MINT-Nachwuchsförderung in Baden-Württemberg. 

 

Aktuelle Förderprojekte

Förderwettbewerb „Digital Skills. Lernen in regionalen Netzwerken“ (Körber-Stiftung und Stifterverband)

Der Förderwettbewerb „Digital Skills. Lernen in regionalen Netzwerken“ wird von der Körber-Stiftung zusammen mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft durchgeführt. Er richtet sich an die sogenannten MINT-Regionen – das sind regionale, sektorenübergreifende Netzwerke, die gemeinsam daran arbeiten, die MINT-Bildung vor Ort zu stärken. Gesucht werden Konzepte, die aufzeigen, wie regionale Netzwerke aus lokalen Partnern (Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Vereinen, städtische Behörden etc.) den Erwerb digitaler Kompetenzen in der Region vorantreiben. Die acht besten und kreativsten Modelle erhalten eine Förderung von jeweils bis zu 25.000 Euro sowie kostenlose Begleitung und Beratung. Die Gips-Schüle-Stiftung stellt dabei gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall und der Firma Continental die Fördergelder für bis zu drei MINT-Regionen in Baden-Württemberg. Wer die Gewinner sind entscheidet sich im Sommer 2019.

Weitere Informationen zum Wettbewerb "Digital Skills. Lernen in regionalen Netzwerken"

Studium Generale (Hochschule Esslingen)

Das Studium Generale ist ein allgemeinwissenschaftliches Angebot der Hochschule Esslingen zum Ausbau studienübergreifender Kenntnisse und Fähigkeiten. Studierenden wird die Möglichkeit geboten, sich mit übergeordneten Themen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Technik zu beschäftigen und fachfremde Inhalte und Ansätze kennenzulernen. Ziel ist es, vernetztes Denken und interdisziplinäres Handeln zu fördern.

Weiter Informationen zum Studium Generale

Bildungschancen für Stuttgart (Chancenwerk e. V.)

„Bildungschancen für Stuttgart“ ist ein Lernförderprojekt des Vereins Chancenwerk e.V., der sich bundesweit für faire Bildungschancen an Schulen einsetzt. Das Projektkonzept basiert auf dem Prinzip Geben und Nehmen: Jugendliche übernehmen Verantwortung für jüngere Kinder der fünften bis siebten Klasse und geben diesen Nachhilfeunterricht. Im Gegenzug erhalten sie selbst Nachhilfe durch Studierende in einem Fach ihrer Wahl. Die nachhilfegebenden Schüler und Studenten werden vorab durch den Chancenwerk e. V. in verschiedenen Workshops auf ihre Aufgabe vorbereitet und geschult. Die Gips-Schüle-Stiftung sorgt gemeinsam mit einigen anderen Stiftungen dafür, dass das Projekt an derzeit fünf Kooperationsschulen in Stuttgart kostenfrei angeboten werden kann.

Stipendienprogramme TANDEM und Welcome (Deutsche Universitätsstiftung)

Das Stipendienprogramm TANDEM der Deutschen Universitätsstiftung richtet sich an „First Generation Students“ (oftmals mit Migrationshintergrund), die nicht aus Akademiker-Familien stammen, sondern zum ersten Mal Kontakt mit dem Hochschulapparat haben. Diese Studenten haben es Studien zufolge immer noch besonders schwer im Studium. 2015 wurde zudem das Stipendienprogramm Welcome für in Deutschland lebende Bachelor-Studenten aus Flüchtlingsgebieten ins Leben gerufen. Beide Programme unterstützen die Studierenden durch umfassende Betreuungsleistungen fach- und studienortnaher Hochschullehrer. Die Gips-Schüle-Stiftung ermöglicht durch ihre Förderung einer Studentin die Teilnahme am TANDEM- sowie drei weiteren Studierenden die Teilnahme am Welcome-Programm.

Mehr Informationen zum TANDEM Stipendienprogramm

Mehr Informationen zum Welcome-Stipendienprogramm

Stipendien für Studierende in Baden-Württemberg

Die Gips-Schüle-Stiftung vergibt derzeit Deutschlandstipendien an Studierende folgender Hochschulen: Hochschule Esslingen, Hochschule für Technik Stuttgart, Karlsruher Institut für Technologie, Universität Freiburg, Universität Hohenheim, Universität Stuttgart, Universität Tübingen. Daneben unterstützt sie das Stipendienprogramm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern des Deutsch-Französische Instituts und ermöglicht Studierenden der Zeppelin Universität Gaststudienaufenthalte an der University of California in Berkeley.

Fehling-Lab (Universität Stuttgart)

Das Fehling-Lab der Universität Stuttgart vereint Lehrerfortbildung, Lehrerausbildung und ein Schülerexperimentierlabor für Schulklassen unter einem Dach. Übergeordnetes Ziel ist es, das Interesse von Kindern und Jugendlichen an den Naturwissenschaften, besonders an der Chemie, zu fördern.

Weitere Informationen zum Fehling-Lab 

Handlungsleitfaden „Do it!“ für Service Learning an Hochschulen (mehrwert gGmbH)

Die „Do it!“ Service Learning-Projekte der mehrwert gGmbH verbinden praxisnahes Lernen an Hochschulen mit sozialem Engagement. Die Gips-Schüle-Stiftung ermöglichte durch ihre Förderung  2018 die Neuauflage des „Do it! Handlungsleitfadens“: Eine Handreichung, die Hochschulen die nötigen Informationen zur Verfügungen stellt, um eigene Service Learning-Projekte aufzusetzen.

Weitere Informationen zu den „Do it!“ Studierendenprojekten

NwT-Bildungshaus (Hochschule Esslingen)

Seit 2015 unterstützt die Gips-Schüle-Stiftung das NwT-Bildungshaus (NwT= Naturwissenschaft und Technik) der Hochschule Esslingen, dessen Angebot die folgenden Bestandteile umfasst: 

  • frei buchbare Kurse für Kinder und Jugendliche,
  • Programme für Kindergärten und Schulen,
  • Studienangebote für Studierende und

Weiterbildungsmöglichkeiten für Erziehende und Lehrkräfte.

Dabei bietet das NwT-Bildungshaus einen geschützten Raum, in dem neue Unterrichtskonzepte und Ansätze getestet, umgesetzt und verbessert werden können. Die wissenschaftliche Begleitung bei der Entwicklung neuer Lehr- und Lernmittel bzw. neuer Lehr- und Lernmethoden erfolgt durch die Universität Tübingen.

Weitere Informationen zum NwT-Bildungshaus

Stiftungsprofessuren für Didaktik der Chemie/Biologie (Universität Tübingen)

Die Gips-Schüle-Stiftung finanziert an der Universität Tübingen jeweils eine Professur für Didaktik in der Chemie (Inhaberin der Professur: Prof. Dr. Claudia Bohrmann-Linde) sowie für Didaktik in der Biologie (Inhaber der Professur: Prof. Dr. Christoph Randler).

Die Arbeitsschwerpunkte von Prof. Dr. Claudia Bohrmann-Linde liegen unter anderem auf der Entwicklung von Experimenten und Lehr-/Lernmaterialien zum Thema Energie und Nachhaltigkeit, der Konzeption und des Aufbaus eines MINT-Klassenraums an der Universität Tübingen sowie der Entwicklung von multimedialen Lerntools für den Chemieunterricht.

Weitere Informationen zur Stiftungsprofessur für Didaktik in der Chemie

 

Prof. Dr. Christoph Randler befasst sich für das Fach Biologie unter anderem mit der Effektivität außerschulischer Lernorte, dem Experimentieren im schulischen Kontext, lebenden Organismen sowie Unterrichtsemotionen.

Weiter Informationen zur Stiftungsprofessur für Didaktik in der Biologie

Professur für Didaktik der MINT-Fächer und des Sports (Karlsruher Institut für Technologie)

Die Gips-Schüle-Stiftung finanziert seit Oktober 2018 gemeinsam mit der Vector-Stiftung und der KIT-Stiftung eine Didaktik-Professur am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Inhaber der Juniorprofessur ist Prof. Dr. Ingo Wagner, der sich mit der Entwicklung eines KIT-übergreifenden MINT-Fachdidaktik-Konzepts für die Lehrerbildung und der Evaluation von Lehr-Lern-Laboren der MINT-Fächer und des Sports befasst. Die Professur trägt somit dazu bei, die forschungsorientierte Lehre am KIT zu stärken. Ein Forschungsschwerpunkt liegt zudem auf der interdisziplinären Schul- und Unterrichtsforschung in den Bereichen Didaktik der MINT-Fächer und des Sports.

Weitere Informationen zur Professur für Didaktik der MINT-Fächer und des Sports

MINT-Studienbotschafter (Universität Tübingen)

Die MINT-Studienbotschafter der Universität Tübingen sind engagierte Studierende der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die Schulklassen in der Umgebung von Tübingen besuchen, um Kontakt zwischen Schule, bzw. Schüler/-innen und Universität aufzubauen. Ziel dabei ist es, den Jugendlichen auf eine motivierende Art und Weise einen Eindruck von den Inhalten, Anforderungen und Chancen eines Studiums im MINT-Bereich zu vermitteln.

Weitere Informationen zu den MINT-Studienbotschaftern

Zeppelin-Jahr und Humboldt-Jahr (Zeppelin Universität)

Mitdem Zeppelin- und dem Humboldt-Jahr will die Zeppelin-Universität die Studierenden frühzeitig an wissenschaftliche Forschung heranführen, interdisziplinäres Denken anregen und das eigenverantwortliche Bearbeiten von komplexen Fragestellungen fördern.

So werden im die ersten beiden Semester des Bachelor-Studiums umfassenden, „Zeppelin-Jahr“, vor allem Projektarbeit im Team, multidisziplinäre Theoriegrundlagen und wissenschaftliche Methoden fokussiert. Ab dem sechsten Semester ermöglicht das „Humboldt-Jahr“ den Studierenden dann, sich im Dialog mit einem Lehrstuhl in der Forschung zu erproben und individuelle Schwerpunkte im Studium zu setzen. So können sie ihren eigenen Forschungsinteressen nachgehen, dadurch bestimmte Themenbereiche vertiefen und zusätzliche wissenschaftliche Kompetenzen erwerben.

Weitere Informationen zum Zeppelin- und Humboldt-Jahr

Interkulturelle Wertevermittlung in Schulen (Stiftung Weltethos)

Mit der Förderentscheidung für das Projekt "Interkulturelle Wertevermittlung in Schulen" der Stiftung Weltethos betrat die Gips-Schüle-Stiftung im Jahr 2010 Neuland. Eine Sozialkompetenz vermittelnde Initiative trat erstmals an die Seite von Förderprojekten aus dem Bereich Wissenschaft und Forschung. Auch hier ist das oberste Ziel der Gips-Schüle-Stiftung der Beitrag zum gesellschaftlichen Fortschritt.